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Geschichte der Hamburger Werkstatt
Mit Tradition in die Zukunft
Die Hamburger Werkstatt ist bereits seit 1920 in der Region bekannt. Ursprünglich bot die Werkstatt Arbeitsplätze für Kriegsversehrte aus dem 1. und dann 2. Weltkrieg an. Anfang der 60er Jahre verlagerte sich dann der Schwerpunkt auf die Förderung und Arbeit für Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung. Heute beschäftigen wir rund 650 geistig und psychisch behinderte Arbeitnehmer und etwa 180 Mitarbeiter verschiedener Bereiche. Neben gewerblichen Mitarbeitern, wie Tischler, Schneider und Köche, arbeiten bei uns Sozialpädagogen, Psychologen, Physiotherapeuten, Vertriebs- und Verwaltungsangestellte. Für die Belange unserer Mitarbeiter steht ein Betriebsrat zur Verfügung. Auch die bei uns beschäftigten Menschen mit Behinderung haben eine gewählte Mitarbeitervertretung, den Werkstattrat.Die meisten Arbeitsplätze befinden sich auf unserem Betriebsgelände in Farmsen-Berne. Für Fertigung und Verwaltung stehen hier über 30.000 m² zur Verfügung. Es bietet viele Vorteile, so konzentriert an einem Ort zu sein. Die Verwaltung ist schlanker, die Kommunikation einfacher und wir können in der Rehabilitation ein großes Angebot vorhalten. Nicht zuletzt ist es auch für den behinderten Arbeitnehmer eine Hürde weniger, wenn er den Arbeitsplatz wechseln möchte.
Trotz der großen Vielfalt an Arbeitsangeboten an unserem Hauptstandort wird oftmals der Wunsch an uns herangetragen, auch außerhalb des Werkstattgeländes ein Tätigkeitsfeld zu bieten. Und auch wir möchten uns als Unternehmen öffnen und im Stadtteil präsent sein. Insofern gibt es bereits einige Außenstellen der Hamburger Werkstatt. Beispiele sind unsere "Werkstatt Wandsbek" in der Angerburger Straße, unsere Gärtnerei in der Schemmannstraße in Volksdorf oder unser Café Pause im Sasel-Haus und unser Standort in der Königsreihe ("animo") mit Angeboten speziell für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung.
Da wir — auch aus unternehmerischer Sicht — recht erfolgreich sind, können wir unseren Werkstattmitarbeitern für gute Arbeit auch gutes Geld bezahlen. Was bringt die Zukunft? Wir hoffen, dass es immer mehr Möglichkeiten für behinderte Menschen geben wird, in einem "normalen" Unternehmen zu arbeiten. Viele haben dazu die Fähigkeit. Damit wird unsere Werkstatt nicht überflüssig, ganz im Gegenteil. Der Bereich berufliche Weiterbildung und persönliche Förderung wird dann noch wichtiger — und das ist unsere eigentliche, ursächliche Aufgabe. Als weitere Veränderung sehen wir den immer größer werdenden Bedarf an Förderung und Weiterbildung für psychisch behinderte Menschen sowie für Menschen, die durch Unfall oder Krankheit einen Hirnschaden erworben haben. In Zukunft werden wir verstärkt Arbeitsplätze einrichten, die den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen gerecht werden.
Datenblatt "Hamburger Werkstatt — Geschichte, Daten, Zahlen"

